Mikronährstoffe und Psyche

Wie beeinflusst unsere Ernährung unsere Psyche?

Immer mehr Forschungen beschäftigen sich mit der Frage, welchen Einfluss unsere Ernährung auf unsere Psyche hat. Der Zusammenhang ist schon seit längerem bekannt, aber es gibt immer wieder neue Forschungen und Erkenntnisse. So beschäftigt sich beispielsweise die Psychoneuroimmunologie mit dem Einfluss unserer Psyche auf unser Immunsystem. Auch gibt es verschiedene Studien, die sich mit den Auswirkungen von Zucker auf unsere Psyche beschäftigt haben und interessante Ergebnisse erhalten haben.

Sicher ist, dass die Therapie mit Nährstoffen oder Ernährungsstrategien in ein ganzheitliches Therapiekonzept aufgenommen werden muss. Nicht zuletzt spielt dabei der Faktor Selbstwirksamkeit eine wichtige Rolle: Über die Ernährung kann ich selbst viel für mich und meine Gesundheit tun, ohne die Verantwortung an einen Arzt oder eine Tablette abzugeben, was gerade langfristig auch einen positiven Effekt auf den eigenen Selbstwert hat.

Am Beispiel der Synthese von Serotonin in unserem Körper können wir die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Psyche leicht erkennen.

Serotonin

Serotonin ist einer unserer wichtigsten Neurotransmitter und zählt wie auch Dopamin zu unseren Glückshormonen, die für unsere gute Laune, Antrieb, Zuversicht und viele andere positive Gefühle verantwortlich sind. Falls unser biochemisches Gleichgewicht aus irgendeinem Grund gestört ist, kann es zu Mangelerscheinungen bei unseren Neurotransmittern kommen, was der Auslöser für psychische Krankheiten wie Depression, Burn-Out oder Angststörungen sein kann.

Serotonin wird zu 95%(!) in unseren Darmzellen gebildet, das heißt auch die Gesundheit unseres Darms ist essenziell für unser mentales Wohlbefinden. Wenn wir uns genauer anschauen, wie Serotonin in unserem Körper gebildet wird, wird die Rolle unserer Ernährung deutlich.

Unverzichtbar bei der Herstellung von Serotonin ist die Aminosäure L-Tryptophan, die zu unseren essenziellen Aminosäuren gehört, die unser Körper nicht selbst bilden kann. Daher müssen wir sie über unsere Ernährung zuführen. L-Tryptophan finden wir vor allem in Lebensmitteln wie Sojabohnen, Cashewkernen, Edamer, Erdnüssen, Thunfisch, Huhn, Haferflocken und Eiern.

Unser Körper benötigt bei den biochemisches Prozessen der Umwandlung in Serotonin zusätzlich bestimmte Hilfsstoffe. Zum Beispiel braucht unser Körper ausreichend Vitamin D und Folsäure um aus L-Tryptophan 5-HTP (5-Hydroxy-Tryptophan) zu bilden. Im nächsten Umwandlungsschritt in Serotonin werden Vitamin B6, der Mineralstoff Magnesium und das Spurenelement Zink als Baustoffe hinzugezogen. Noch mehr Vitamin B6 und Zink werden dann bei der Umwandlung in unser Schlafhormon Melatonin gebraucht, sodass also eine Mangelerscheinung bei unseren Mikronährstoffen auch eine negative Auswirkung auf unseren Schlaf haben kann.

Wichtige Nährstoffe für unsere Psyche

  1. Vitamin B
  2. Vitamin D
  3. Omega-3-Fettsäuren
  4. Magnesium
  5. Kalzium
  6. Zink
  7. Selen

Man spricht in der Psychologie oft von der sogenannten biochemischen Individualität, das bedeutet, dass jeder Mensch einen unterschiedlichen Bedarf an diesen Nährstoffen hat. Die Gründe dafür können in einem erhöhten Verbrauch durch Stress oder Aufnahmeproblemen im Darm liegen. Daher lohnt es sich bei entsprechender Symptomatik eine detaillierte Laboranalyse durchzuführen, um individuelle Defizite festzustellen und rechtzeitig ausgleichen zu können. Dabei berate ich Dich gerne.

Für nähere Informationen schaut einfach bei meinem Vortrag zum Thema Ernährung und Psyche am Freitag, den 26.3.2021, bei Zoom vorbei, anbei findet ihr den Link.

https://us02web.zoom.us/j/89169039846?pwd=WTcvUjFqaCt4Zmk1dnMrUjBZcEErUT09

Bei Interesse an einer individuellen Beratung melde dich unter info@intrinsics.de oder kontaktiere mich telefonisch.

Ich freue mich auf Dich.