Ernährungsstrategien

Vegan, Paleo, Keto, Mediterran, Low-Fat und viele andere: Die Liste moderner Ernährungsstrategien ist lang und für viele Menschen kaum zu durchschauen.  Aber muss es denn unbedingt immer eine extreme Ernährungsstrategie sein?

Jede Ernährungsform beansprucht es für sich, die beste, gesündeste, leistungsfördernste und umsetzbarste zu sein, dabei ist es auch im Bereich der Ernährung immer eine individuelle Entscheidung, welche Strategie am besten zu Dir und Deinen Lebensumständen passt.

Um herauszufinden, welche Strategie für Dich die richtige ist, lohnt es sich, genauer auf die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Strategien zu schauen, als zu sehr auf die Unterschiede zu fokussieren. Denn entscheidend ist, dass die Grundlage über einen langen Zeitraum stimmt, damit Deine Ernährung Dich dabei unterstützen kann, Deine Ziele zu erreichen.

Im Folgenden findest du die Gemeinsamkeiten der genannten Ernährungsstrategien – Vegan, Paleo, Keto, Mediterran, Low-Fat – die als Grundlage für eine gesunde Ernährung essentiell sind:

Vegane Ernährung

Durch die Netflix-Dokumentation „Gamechanger“ ist die vegane Ernährung gerade bei Sportlern noch mehr in den Fokus gerückt. Die dargelegten Prinzipien der Dokumentation sind aber aufgrund von nicht-validen Studiendesigns, die in dieser Entertainment-Dokumentation als unumstößliche Wahrheit präsentiert werden, durchaus sehr kritisch zu betrachten und im Einzelfall zu bewerten. 

Eine vegane Ernährung ist generell eine gesunde Möglichkeit sich ganz bewusst mit mehr pflanzlichen Nährstoffen zu versorgen, was definitiv wichtig für unseren Körper ist. 

Als Veganer benötigt man mehr Wissen über das Thema Ernährung im Allgemeinen, als zum Beispiel jemand, der sich omnivor ernährt, da es ansonsten zu Mangelzuständen kommen kann.

Um Defiziten vorzubeugen, ist eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Pros und Contras einer veganen Ernährung  vorab in jedem Fall sinnvoll. Auch die Beschäftigung mit nötigen Supplementationen ist essentiell.

Die meisten pflanzlichen Proteinquellen sind sogenannte unvollständige Proteinquellen, das bedeutet, es gibt immer bestimmte Defizite im Bereich der Aminosäuren. Durch eine optimale Nahrungsmittelkombination ist dieses Defizit aber aufzufangen. Beispielsweise ist es für Veganer schwerer, den Anteil an BCAAs (=essentiellen Aminosäuren) zu erreichen, ohne den Magen-Darm-Trakt zu überlasten und die Kalorienbilanz durcheinander zu bringen. Speziell für Sportler aus dem (Hoch-) Leistungsbereich ist es wichtig, hier mit Supplementationen zu ergänzen, um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen.

Vegan ist generell also möglich, aber nicht unbedingt nötig für unsere Gesundheit. Genauso wie alle anderen extremen Ernährungsstrategien.

Am Ende entscheidest DU!

Entscheidend ist also, ob Du bei der Wahl deiner Ernährungsform deine Physiologie oder deine Philosophie an erste Stelle stellen möchtest. Beides ist möglich, bedarf jedoch einer unterschiedlichen Herangehensweise.

Ob und wie sehr du dich einschränken möchtest, liegt also ganz in deiner Hand. Dabei spielt die psychologische Komponente ebenfalls eine entscheidende Rolle: Solltest du dich moralisch nicht auf eine andere Ernährungsform einlassen wollen als auf die vegane, wird dir dein Körper das auch mit mangelnder Leistungsfähigkeit usw. rückmelden. D.h. auch Deine Ernährung sollte passend zu Deiner Einstellung und Deinen Wertvorstellungen sein, damit Du optimale Ergebnisse für Dich erzielen kannst.

Wir schauen gemeinsam genauer hin und finden die individuell beste Ernährungsform für Dich in einer Beratung heraus.

Bei Interesse melde dich per Mail an: info@intrinsics.de

Oder schreib mir auf Instagram: rs_intrinsics

Quelle: https://www.precisionnutrition.com/how-to-talk-to-your-clients-about-the-newest-netflix-nutrition-documentary